Tipps zum Gitarrenkauf

Geschreiben von am November 30, 2011 in Shoppingfreuden |

Egal, ob es das erste Instrument oder ein Folgekauf ist: Man sollte sich auf den Erwerb einer Gitarre gründlich vorbereiten. Einige Fragen gilt es zu bedenken, um Fehlinvestitionen und unnötigen Ärger zu vermeiden.
Am Anfang ist genau zu klären, nach welcher Gitarrenart gesucht wird. Das eigene Können, der Einsatz des Instruments sowie das Budget sollten überdacht werden.
Für Prüfung und gitarren test sind unbedingt ausreichend Zeit einzuplanen.

Welches Instrument für welche Musik?

Die Frage, was man will, ist als erstes zu beantworten. Nach der Art der Musik richtet sich die Wahl des Instruments:
Für den Bereich der klassischen Musik wählt man die Konzertgitarre. In der Regel dient diese auch dem Erlernen der Gitarre. Auch für Hausmusik, Liedbegleitung in Kindertagesstätten und Schulen sowie jede Art der musikalischen Früherziehung ist die Konzertgitarre das richtige Instrument.
Die Westerngitarre eignet sich für moderne Musikformen wie Folk-, Rock-, Country- und Popmusik.
Die E-Gitarre hat seit den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts ihren Platz in der modernen Musik.

Beherrscht man selbst das Instrument nicht, sollte man jemanden hinzuziehen, der bereits Erfahrungen hat und bei der Auswahl der richtigen Gitarre helfen kann. Unbedingt sollte der zukünftige Besitzer beim Kauf dabei sein. Das gilt insbesondere für Kinder. Mittlerweile gibt es Instrumente, die der Körper-, Arm- und Handgröße angepasst sind. Häufig werden die kleineren beim Kauf der nächstgrößeren Gitarre in Zahlung genommen.

Klangtest

Unbedingt sollte die Gitarre angespielt werden. Zum Gitarren Test eignet sich ein Probestück, das man gut kann. Akkordläufe, über den gesamten Hals gespielt, verschaffen einen Eindruck über die Klangqualität des Instruments.
Sinnvoll ist es, das Instrument durch den Verkäufer noch einmal anspielen zu lassen. So kann man sich einen Eindruck aus der Distanz verschaffen.

Bau und Qualität des Instruments

Die Qualität der Gitarre richtet sich nach den für ihren Bau verwandten Materialien sowie der Verarbeitung.
Der Hals sollte unbedingt aus Hartholz bestehen. Für die Decke findet man bei preiswerten Instrumenten Sperrholz. Diese Instrumente sind robust, witterungsresistent, haben aber klangliche Defizite.
Massive Decken sind zu bevorzugen, jedoch deutlich kostspieliger.

Die Mechanik sollte überprüft werden: Sitzen die Halterungen der Stimmwirbel fest, lassen sich diese gut drehen? Knackt oder hakt es, sollte man ein anderes Instrument versuchen.
Schnarrende Saiten weisen auf einen zu niedrig gefeilten Sattel oder nicht sauber abgerichtete Bundstäbchen.
Zu hoch liegende Saiten sind ebenfalls ungünstig; die E-Saite sollte nicht höher als sechs Millimeter liegen.

Die Gitarre sollte auch optisch genau betrachtet werden: Deutliche Verarbeitungsmängel, wie auffällige Nahtstellen, Lackschäden, Risse im Gitarrenkörper, sprechen nicht für Qualität.

Für den Anfang sind Fabrikinstrumente vollkommen ausreichend. Erst bei höheren Ansprüchen empfiehlt sich ein Instrument vom Gitarrenbauer.

Der Gang über den Flohmarkt mag romantisch und für vieles sinnvoll sein, für den Gitarrenkauf eignet er sich nur bedingt. Auch Onlineshops sind unerfahrenen Käufern nicht zu empfehlen. Sonderangebote in Kaufhäusern und Supermärkten sind lediglich für den Kauf des allgemeinen Gebrauchsinstruments am nächsten Lagerfeuer nutzbar. Der wohlüberlegte Kauf einer Gitarre sollte im Fachhandel erfolgen.